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Tschernobylhilfe

 

Auch in diesem Jahr ermöglichten die Spenden vieler Mitmenschen und  Kirchengemeinden, dass der Kirchenkreis Oberhausen Kinder aus dem weißrussischen Bezirk Vileika (stark verstrahlte Gebieten aufgrund der Tschernobyl Katastrophe) auch 2018 40 Kinder in das neue Freizeitcamp bei Vileika einladen konnte.

 

Diese Kinder wurden vom Leiter des örtlichen Kinderkomités, Nicolai Giro, und dortigen Kinderärzten ausgesucht. Bei den Kindern, aber auch bei Eltern und Lehrern, war die Freude über den 18tägigen Erholungsaufenhalt sehr groß.

Das Engagement des Kirchenkreises Oberhausen wird aber auch von der Verwaltung der Stadt Vileika anerkannt. Das Stadtparlament drückte seinen Dank aus, indem der Bürgermeister von Vileika den Damen

                                                                                                     Marlies Hesse

und

Annemie Lübke,

die sich seit Beginn für diese Aufgabe engagiert haben, die Ehrenurkunde des Bezirks Vileika für ihre langjährige Hilfe überreichte.

Diese freundliche Geste und die Freude der Kinder und der Bevölkerung spornen uns an, uns auch weiterhin für diese Arbeit einzusetzen. Unser Dank sei auch den Gemeinden und privaten Spendern gesagt, die das alles ermöglicht haben.

 

Gez.

Gerd Meyer, 11.10.2018

 

Gespendet werden kann bei der

Stadtsparkasse Oberhausen

BLZ 365 500 00,

Kontonummer: 105 999,

Verwendungszweck: Tschernobyl

 

Aktion Kinderhilfe/ Tschernobyl

Der Super Gau im Kernkraftwerk von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986 nahe der Stadt Prypiat in der Ukraine als Folge einer Kernschmelze und Explosion im Kernreaktor.

Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert und verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl (Weißrussland), aber auch über viele Regionen Europas. Der Unfall führte bei einer nicht genau bekannten Zahl von Menschen zum Tod. Bei vielen Erkrankungen wird die Strahlung als mögliche Ursache angesehen.

Zu den bisher am häufigsten beobachteten gesundheitlichen Folgen gehört ein dramatischer Anstieg der Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Personen aus Weißrussland, Russland und der Ukraine, die zum Zeitpunkt des Unglücks Kinder oder Jugendliche waren. Insgesamt wurden in den genannten drei Ländern bis Anfang 2006 etwa 5.000 Fälle diagnostiziert. Mit weiteren Fällen wird noch über viele Jahre gerechnet.

 

Seit 26 Jahren hat das Jugendreferat jährlich 50 Kinder und ein Weißrussisches BetreuerInnen Team in sein Freizeithaus nach Scharendijke/Niederlande eingeladen, die in den stark vom radioaktiven Material verseuchten Gebieten in  Weißrussland  leben. Die Möglichkeit, sich in nicht verstrahlten Gebieten aufhalten zu können und nicht verstrahlte Lebensmittel zu sich nehmen zu können nimmt positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei den Kindern. Nach drei Wochen Erholungsaufenthalt kehren die Kinder sichtbar gestärkt in ihre Heimat zurück.

 

Mittlerweile besteht die Möglichkeit, Kinderfreizeiten in ebenfalls nicht verstrahlten Gebieten in Weißrussland selbst durchführen zu können. Ein Freizeithaus einer weißrussischen Gewerkschaft kann für Gruppenfreizeiten angemietet werden.

 

Seit 2 Jahren übernimmt der Kirchenkreis Oberhausen alle Kosten für den dreiwöchigen Aufenthalt für eine 40-köpfige Kindergruppe mit Betreuer*innen Team.