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Flüchtlingsberatungsstelle
Consultation office for refugees
Bureau de consultation pour les réfugies

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Marktstr. 154
46045 Oberhausen

Telefon (0208) 85008 -44 Beratung: Evelyn Meinhard
Telefax (0208) 85008 -46

E-Mail E-Mail:

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„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“  

Karl Valentin

 

Solidarität der Kirchen mit den entwurzelten Menschen
"Als Kirchen helfen wir allen, die durch schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen gezwungen sind, ihr Land und ihre Kultur zu verlassen – unabhängig von der Bezeichnung, die andere ihnen geben mögen."

 

Die Kirche hat den biblischen Auftrag, allen Menschen, insbesondere Flüchtlingen, zu helfen und ihnen Schutz und Zuflucht zu bieten. Sie muss auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen aufmerksam machen, die Men­schen zur Flucht zwingen, und damit die vielfachen Ursachen erzwungener Migration angehen.  Sie kann dem ökumenischen Appell gerecht werden und ihre Identität als "Kirche des Fremden" wiederentdecken, wenn sie für das Recht auf Verwurzelung derjenigen einsteht, deren Zuhause zerstört wurde.

 

Was tut der Ev. Kirchenkreis für Flüchtlinge?
 
Einzelfallhilfe

 

  • Verfahrensberatung
  • Beratung in Fragen von Weiterwanderung
  • Beratung bezüglich Asylbewerberleistungsgesetz
  • Begleitung bei Behördengängen
  • Wohnungssuche
  • Übersetzungen
  • Sprachkursvermittlung
  • Krisenintervention

 

Gesellschaftspolitisches Engagement/Gremienarbeit
(in Kooperation mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern)

 

  • Vermittlung von Kontakten zwischen Flüchtlingen und Kirchengemeinden
  • Unterstützung von Flüchtlingshilfeorganisationen
  • Internationale Frauengruppe im Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerk
  • Regionale Zusammenarbeit mit Eine-Welt-Netz
  • Mitarbeit im NIL (Netzwerk Interkulturelles Lernen)
  • Unterstützung des Projekts „Interkulturelle Gärten“ des Internationalen Frauen­friendensarchivs
  • Engagement bei jährlich stattfindenden Internationalen Friedenskonferenzen
  • Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge in Kirchengemeinden, Informationstage für Schulen etc.)
  • Koordinierende Planung und Durchführung von Informations- und 
  • Kulturveranstal­tungen mit Interessierten und Betroffenen
  • Petitionen und Unterschriftenaktionen
  • Koordinierung der Unterstützung von Flüchtlingen mit kirchlichen und außerkirchlichen Ehrenamtlichen

 

Warum verlassen Menschen ihre Heimat?
Flüchtlinge sind Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil ihnen Gefahr für Leib und Leben droht: durch Kriege oder Bürgerkriege, durch politische, religiöse oder rassistische Verfolgungen. Flüchtlinge erhoffen sich in anderen Ländern Überlebenschancen für sich und ihre Familien. Die Ursachen für die Flucht in eine sicherere Gegend der Welt sind von Person zu Person ganz unterschiedlich. Frauen, Männer und Kinder leiden z. B. unter den Verwüstungen, die durch Kriege verursacht werden, unter Hungersnöten oder unter Natur- und Umweltkatastrophen. Oder sie leben in menschenunwürdigen Verhältnissen, die sie krank machen. "Ihr sollt wissen, dass kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen können schön sein oder noch schöner. Sie können gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?"
Elie Wiesel


Zur Situation von Flüchtlingen in Oberhausen
In Oberhausen leben zurzeit rund 2000 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern in Privatwohnungen und Sammelunterkünften. Die Entscheidung, ob ein(e) Asylbewerber(in) anerkannt wird, dauert oft Jahre. Diese Wartezeit bedeutet, unter Bedingungen zu leben, die mit der Menschenwürde nicht vereinbar sind:

  • Residenzpflicht - Während dieser Zeit den Regierungs­bezirk bzw. die Stadt Oberhausen nicht zu verlassen
  • Bezug von Sozialhilfe bzw. Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, das pauschal 20 % unter dem Hartz IV-Satz liegt
  • Erhalt von Arbeit nach Sozialgesetzbuch II (SGB) nur nach einer Vorrangigkeit gemäß den Kriterien, ob nicht ein/e Deutsch/er, ein/e EU-Bürger/in oder Menschen aus Anwerbeländern dafür in Frage kommen plus Lohnprüfung
  • Leben in ständiger Bedrohung, das Aufnahmeland wieder verlassen zu müssen

  

Förderverein Flüchtlings- und Migrantenarbeit im Ev. Kirchenkreis Oberhausen
Am 13.02.2008 wurde der  „För­der­verein Flüchtlings- und Migrantenarbeit im Ev. Kirchen­kreis Oberhausen“ gegründet. Er soll helfen, den 100%igen Erhalt der Stelle zu sichern. Sowohl Einzelpersonen als auch Vereine, Institutionen und Verbände können dem Verein beitreten – unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

 

Wer beitritt, entrichtet jährlich eine frei wählbare Summe. Ein Mindestbetrag ist nicht festgesetzt!

Fragen Sie in unserer Verwaltung nach dem Beitritts­formular oder das Beitrittsformular hier downloaden.

Sie möchten nicht Vereinsmitglied werden, aber trotzdem spenden?
Auch über Spenden auf unser    
Konto Nr. 10 14 177 015
bei der KD-Bank Dortmund
BLZ 350 601 90


Darüber freuen wir uns! Mittlerweile ist die Flüchtlingsberatungsstelle im Kirchenkreis Oberhausen der einzige unab­hän­gige Anlaufpunkt für Flüchtlinge und Migranten in Oberhausen.